"Das Land, der Bischof und das Böse - Michael Memelauer"

Bischof Michael Memelauer hielt am 31. Dezember 1941 im St. Pöltner Dom seine nahezu in Vergessenheit geratene Silvesterpredigt und sprach sich darin als einziger österreichischer Bischof gegen die Euthanasieverbrechen der Nationalsozialisten aus.
Bischof Memelauer, einer der längst dienenden Bischöfe Österreichs, hinterließ seine Spuren nicht nur in der Diözese St. Pölten. Das niederösterreichische Mostviertel, seine Heimat und seine Herkunft, sollten ihn sein Leben lang prägen. 1927 wird er zum Bischof geweiht, ein frischer Wind kommt in die Kirche.

Mit dem Anschluss 1938 beginnt sein zäher Widerstand gegen den Nationalsozialismus, der als eines der wesentlichen Ziele auch die Zerstörung der katholischen Kirche hat. Michael Memelauer gibt in den letzten Kriegstagen aus, dass die Priester bei ihrem Volk zu verbleiben haben – er tut es auch und überlebt in den Kellern des Dombezirkes von St. Pölten. Auf ihn wartet ein schwieriger Wiederaufbau. Sein besonderes Augenmerk richtete er auf die Jugend und die soziale Gerechtigkeit. Auch als Bischof Michael Memelauer ist er das geblieben, was er bei seiner Geburt war – ein Mensch aus dem Bauernstand, der durch seine lange Amtszeit noch die Ernte in ruhigeren Zeiten erleben konnte.

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Hinter den Kulissen
Im Dom selbst wurde die Silvesterpredigt von 1941 mit 250 Statist*innen gedreht. Insgesamt waren es über 400 Statist*innen aus ganz Niederösterreich, die in den Pfarrhöfen, Klöstern, im Dombezirk, auf der Ochsenburg oder in Mauer-Öhling beteiligt waren. Die Ausstattung, teilweise mit Originalstücken Bischof Memelauers, stammt aus dem reichen Domschatz St. Pöltens. Viele Menschen haben mit Briefen und Erinnerungen ein Bild des Bischofs gezeichnet, welches uns auch einen Blick auf das Leben der Menschen, über fast 90 Jahre, in Österreich ermöglicht.
Bischof Michael Memelauer wird von Johannes Seilern dargestellt. Zahlreiche Schauspieler*innen ergänzen das Ensemble, welches uns durch bewegte Zeiten führt. Die Filmlänge beträgt 90 Minuten.

Ein Film von Anita Lackenberger und Gerhard Mader

 


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